Die jährliche Konferenz der Ordensoberinnen und -oberen des Erzbistums Freiburg stand ganz im Zeichen des geschwisterlichen und geistlichen Austauschs.
Konferenz der Ordensoberinnen und Ordensoberen in Gengenbach
Geschwisterlicher und geistlicher Austausch
In Kleingruppen und im Plenum beschäftigten sich die ca. 35 Oberinnen und Oberen mit aktuellen Chancen und Herausforderungen des Gemeinschaftslebens.
Deutlich wurde, dass die Klöster für viele Menschen Anlaufstelle für Seelsorge, Gebetsgemeinschaft und Orientierung sind und so als geistliche Orte in den neuen Pfarreien einen besonderen Stellenwert bekommen. Durch ihre Präsenz und ihren Dienst, z.B. im Gesundheitswesen, im pädagogischen Bereich und in der Pastoral, prägen die Ordensleute unsere Kirche und säkulare Gesellschaft wesentlich mit.
Die in unserem Bistum lebenden Gemeinschaften aus anderen Ländern sowie die Gemeinschaften, in denen mehrere Nationen unter einem Dach leben, beschrieben die Herausforderung und zugleich große Bereicherung des interkulturellen Zusammenlebens.
Die durch die kleiner werdende Anzahl an Ordensleuten notwendigen Umstrukturierungen empfinden die Oberinnen und Oberen nicht nur als Last, sondern auch als Chance, den Wurzeln der eigenen Berufung wieder näher zu kommen.
Am Nachmittag stellte Sr. Kerstin Kellermann (osf), unabhängige Ansprechperson für Betroffene von Missbrauch geistlicher Autorität, ihre Arbeit vor.
Nach einem kurzen Konferenzteil hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Gemeinschaften, die in den vergangenen Jahren neu in die Erzdiözese gekommen sind, näher kennenzulernen. Die Plakatpräsentationen der „Daughters of St. Francis de Sales“ und „Daughters of the Charity of the most Precious Blood“ aus Indien, der „Little Sisters of St. Francis“ aus Uganda und Tansania sowie der Petrusbruderschaft spiegelten die Buntheit und Vielfalt der Ordenslandschaft in unserer Diözese wider.
In der abschließenden Eucharistiefeier wies Bischofsvikar Dr. Peter Kohl auf die Bedeutung geistlicher Wachsamkeit als besonderen Auftrag der Orden hin: „Ist das nicht eine besondere Aufgabe der Ordensleute, nicht nur in den kontemplativen Orden? Wachsam zu sein. Bereit zu sein für das Kommen des Herrn. Sensibel zu sein dafür, wann und wo er kommt. (…) Bei all den vielen organisatorischen Aufgaben dürfen wir das nie vergessen. Weil es die Grundlage unseres Lebens ist.“
Die Orden als Orte offener Türen und Herzen – für Gott und für die Menschen - sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Erzdiözese.
Nähere Informationen zu Ordensgemeinschaften und weiteren Formen geistlichen und gemeinschaftlichen Lebens finden sich auf der Website: www.ebfr.de/orden.
Referentin für die Entwicklung von Orden / kommunitären Lebensformen





